Einzigartige Genüsse

Der Besuch des Restaurants Schnabuleum an der Historischen Senfmühle in Monschau ist rundherum ein Erlebnis – für alle Sinne.

Das Schnabuleum ist ein Ort mit Geschichte. Schon seit 1882 stellt die Familie von Ruth Breuer in Monschau Senf her. Begonnen hat damals ihr Ur-Urgroßvater in einer Senfmühle im historischen Zentrum. In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts zog die Familie um und ließ sich etwas oberhalb der Stadt nieder, wo sie bis heute in ihrer Senfmühle den berühmten Monschauer Senf herstellt. „Ich bin die fünfte Generation“, strahlt Ruth Breuer, „da bin ich richtig stolz drauf.“ 

Seit 1998 gibt es gegenüber der Senfmühle das Restaurant Schnabuleum: ein schönes Haus mit Bruchsteinwänden, alten Balken und zahlreichen Relikten aus vergangenen Zeiten. 56 Plätze bietet das Restaurant, dazu eine gemütliche Terrasse. Wer sich hier zum Essen niederlässt, wird nach allen Regeln der Kunst verwöhnt. Alle Speisen sind mit Senf verfeinert – auch die Nachspeisen! – und schon das sorgt für einen einzigartigen Genuss. Zur beachtlichen Kunst des Chefkochs kommt im Schnabuleum auch noch die große Gastfreundschaft, verbunden mit der ansteckenden Begeisterung für die Tradition. 

„Tradition“ bedeutet übrigens nicht, dass sich seit 1882 nichts getan hat. Das Wissen der Senfmüller hat die Familie von Generation zu Generation weiterentwickelt. „Mein Ur-Urgroßvater hat mit einer Sorte Senf angefangen, mein Urgroßvater hat dann die zweite Sorte entwickelt“, erzählt Ruth Breuer. „Nach dem Krieg wollte mein Großvater eigentlich aufhören, aber mein Vater hat ihn überzeugt, weiterzumachen. Er hat dann dafür gesorgt, dass Besucher die Senfmühle auch besichtigen können.“ Inzwischen vertreibt die Familie Breuer 22 Sorten Senf – „die letzten beiden habe ich kreiert“, berichtet Ruth Breuer. 

Vor oder nach dem Essen im Schnabuleum empfiehlt sich in jedem Fall auch eine Führung durch die Historische Senfmühle. Hier können Besucher das Mahlwerk mit zwei originalen Mühlsteinen in Aktion sehen, aber auch hören und riechen. Außerdem stehen zahlreiche Senfsorten zum Probieren bereit.  

Hirschrücken an Kaisersenf-Sauce

Zutaten für 4 Personen:

  • ca. 1,5 kg Hirschrücken mit Knochen
  • 3 Zwiebeln
  • 2 Möhren
  • 1 Petersilienwurzel
  • 1 kleine Stange Porree
  • 5 Wacholderbeeren
  • 5 Nelken
  • 10 schwarze Pfefferkörner
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2 Esslöffel Tomatenmark
  • ½ l Rotwein
  • ½ l Wildfond
  • 3 Esslöffel Monschauer Kaisersenf

Zutaten Kräuterpanade – am Vortag vorbereiten:

  • 1 Bund Petersilie
  • 1 TL Thymianblättchen
  • 1 TL Bohnenkraut
  • ½ TL Rosmarin
  • 3 Esslöffel Paniermehl
  • 1 Esslöffel Senfkörner

Die Kräuter fein hacken, mit Paniermehl und Senfkörnern mischen und antrocknen lassen.

Zubereitung:

Den Hirschrücken auslösen und von Sehnen befreien. Die Knochen fein hacken, mit den Sehnen anbraten und Farbe nehmen lassen. Das Gemüse putzen, klein schneiden, zu den Knochen geben und mitrösten. Das Tomatenmark hinzufügen und weiterrösten. Mit der Hälfte des Rotweins ablöschen. Reduzieren, bis es wieder brät. Den restlichen Rotwein und den Wildfond dazugeben, die Gewürze hineingeben und auf kleiner Flamme ca. 1 ½ Std. kochen lassen. Anschließend die Sauce passieren und leicht binden. Mit Kaisersenf, Salz, Pfeffer und Preiselbeeren abschmecken. Den Hirschrücken würzen, in Öl ca. 1 Min. auf jeder Seite anbraten. Aus der Pfanne nehmen und durch die Kräuterpanade rollen. Anschließend bei 80° C im Ofen garen (je nach Dicke und gewünschtem Garungsgrad zwischen 20 und 45 Min.). Einige Minuten ruhen lassen, tranchieren und anrichten.

Als Beilage empfehlen wir Mangoldgemüse, Kartoffelgnocchi und Waldpilze.

Restaurant Schnabuleum an der Historischen Senfmühle

Laufenstr. 118
52156 Monschau
Telefon: 02472 90 98 40
E-Mail: info@senfmuehle.de
www.senfmuehle.de

Geöffnet:
mittags 11:30 Uhr bis 14.30 Uhr
und abends ab 17:30 Uhr,
warme Küche bis 21:30 Uhr. 
Montags und dienstags Ruhetag. 

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